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Kann Muskelkater mit EPA behandelt werden?

2012-02-02 08:53 von Karsten Theobald (0 Kommentare)

Kann ein Eicosapentaensäure EPA - Supplement Muskelkater bekämpfen?

Schweres oder ungewohntes Training kann zu Muskelkater ( DOMS = delayed onset of muscle soreness ) und der damit einhergehenden kurzfristigen Leistungsminderung eines Athleten führen. Obwohl auch Muskelkater ein gutes Indiz dafür ist, dass Stoffwechselprozesse ( Anm d. Übersetzers: zum Beispiel Muskelaufbau ) in Gange sind, kann Muskelkater ein Hinweis auf Übertraining sein, wenn dieser lange anhält.
Die vorliegende Studie zielt darauf ab, die Wirkungen einer 2 x täglichen Gabe von 180 mg EPA ( Eicosapentaensäure ) auf  Interleukin-6 (IL-6)-vermittelte Entzündungsreaktionen und Symptome, welche mit Muskelkater verbunden sind, zu untersuchen.
Die Methode:
Siebzehn gesunden Nichtrauchern Frauen (Alter 20,4 + / - 2,1 Jahre, Höhe 161,2 + / - 8,3 cm und Masse 61,48 + / - 7,4 kg) wurden nach dem Zufallsprinzip entweder Placebo (N = 10) oder EPA zugeordnet (N = 7 ). Serum IL-6, isometrische und isokinetische (konzentrisch und exzentrisch) Stärke und Bewertung der wahrgenommenen Anstrengung (RPE) wurde in vier Fällen aufgenommen:
1.-vor-Supplementierung,
2.-unmittelbar nach 3 Wochen der Ergänzung (basal Effekte),
3.- 48 Stunden nach einem gezielten Krafttraining (akute Muskelkater Ausbildung Reaktion Effekte), und 4.-48 Stunden nach der letzten Serie von drei gezielten Einheiten Krafttraining.

Als Ergebnis der Studie zeigte sich, dass bei der angegebenen Dosierung von 360 mg EPA pro Tag noch keine signifikante positive Auswirkung auf den Muskelkater zu verzeichnen war. Es wird nicht ausgeschlossen, dass sich eine höhere Dosierung von EPA positiv auf die Entzündungsfaktoren eines Muskelkaters auswirkt.

Dazu möchte ich noch sagen, dass es natürlich nicht die Aufgabe eines EPA – Supplements ist, Muskelkater zu bekämpfen.

EPA bietet als Eicosanoid-Vorstufe nämlich viele andere Stoffwechsel-Vorteile:


-    EPA wird für ein gesundes Immunsystem benötigt.
-    EPA ist wichtig für ein gesundes Herz.
-    EPA wirkt sich positiv auf die Blutdruckregulation aus.
-    EPA ist für die Blutgerinnung von großer Bedeutung.
-    EPA kann helfen, Angstzustände und Depressionen zu lindern.
-    EPA fördert positive Emotionen.

Trotz alle dem konnte die obige Studie klar belegen, dass die „normalen“ Einnahmeempfehlungen für EPA (zum Beispiel auch in vielen Omega-3 – Supplements enthalten) nicht ganz ausreichen, um deutliche Besserungen bei Muskelkater zu erzielen. Nun ist meiner Meinung nach erst mal genau zu eruieren, ob es denn gerade die Entzündungsfaktoren eines Muskelkaters sind, die diesen so belastend machen...

Meine 20jährige Erfahrung im Bereich des Leistungssports und der dazu gehörenden Supplementberatung machte mir deutlich, dass es nicht auf die Mega-Dosierungen einzelner Nährstoffe ankommt, sondern vielmehr auf die richtige Mischung und die daraus resultierenden Synergien.
Ich selbst setze bei massivem Muskelkater eine Supplementkombination aus Omega-3 ( bis zu 3000 mg Lachsöl / Tag ), Enzyme ( 500 – 700 mg Bromelain ) und Magnesiumcitrat ( ca. 700 mg) ein. Damit erziele ich eine schnelle Linderung und beuge additivem Muskelkater vor.
In dem Zusammenhang möchte ich auch darauf hinweisen, dass durch eine Vortrainings – Supplementierung ( Pre Workout Supplement ) mit Beta Alanin zusammen mit verzweigtkettigen Aminosäuren ( BCAA ) Muskelkater ebenfalls hervorragend vorgebeugt werden kann.

Supplementcoach - Karsten Theobald

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